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Das „Gipsinformationszentrum“ (GIZ) Sulzheim ist ein vielfältiges Projekt, das neben der zentralen Ausstellung zum Gips auch Raum für Wechselsausstellungen, Vorträge und pädagogische Aktivitäten bietet und zugleich beschilderte Wanderungen und Exkursionen in das Gipsabbaugebiet um Sulzheim und zum Naturschutzgebiet Gipshügel ermöglicht. Zur Verwirklichung des GIZ waren fünf Maßnahmen notwendig:
 

Maßnahmen

1. Umbau der alten Ebracher Zehntscheune
2. Einrichtung des Ausstellungsraumes
3. Gestaltung des Außenbereichs
4. Aufbereitung des 7,5 km langen Rundwegs durch  die Sulzheimer Flur
5. Öffentlichkeitsarbeit und Schulung der Mitarbeiter und Gästeführer











 

Die Maßnahmen sind im Frühjahr 2006 angelaufen Mitte September 2006 konnte unter Anwesenheit des LEADER-Managers Wolfgang Fuchs und des damaligen Bezirkstagspräsidenten Albrecht Graf von Ingelheim die Grundsteinlegung begangen werden.
Nach der Neugestaltung des Innenraumes, das Außenbereiches und des Rundweges wurde am 30. Juni 2007 mit Staatsminister Eberhard Sinner die Einweihung gefeiert.
Seit dieser Zeit sind eine große Anzahl von Mitarbeitern und Gästeführern ausgebildet worden.
Außerdem wurde das pädagogische Personal der ortsansässigen Grundschule und der beiden Kindergärten in das Konzept miteingebunden.

Oberste Zielsetzung ist die Hervorhebung des bayernweit einzigartigen Gipsvorkommens in der Gemarkung Sulzheim. Dazu wird der Gips als wichtiger Bodenschatz der Region bekannt gemacht, als lohnender Wirtschaftsfaktor vorgestellt und der Tourismus im Sinne des Naturschutzes umweltfreundlich gelenkt.
Zudem wurde durch den Umbau der historischen Zehntscheune eine zukunftsorientierte Nutzung des denkmalgeschützten Gebäudes möglich. Der historische Charakter blieb erhalten und  die touristische Attraktivität der Gemeinde enorm gesteigert.
Die aktive Einbeziehung von jungen Besuchern, insbesondere Schulklassen und Kindergartengruppen, basiert auf erlebnispädagogischen Konzepten.
Selbstverständlich gilt es auch für die einheimische Bevölkerung ein abwechslungsreiches Angebot im multifunktionalen Aktivraum anzubieten. 

 

Der Ortsteil Sulzheim gab der über 2000 Einwohner zählenden Großgemeinde mit ihren vier Ortsteilen den Namen. Seit 1978 sind die früher selbständigen Dörfer zusammengeschlossen. Sulzheim selbst zählt derzeit etwa 850 Einwohner mit ihrem Erstwohnsitz. Das Dorf wird geprägt von den Bauwerken Schloss, Kirche, Pfarrzentrum, Rathaus und Sportheim. Aber auch das Gipswerk und das Naturschutzgebiet 'Gipshügel' sind vielen Zeitgenossen ein Begriff.
Sulzheim liegt an der Staatsstraße 2275 zwischen der 6 Kilometer entfernten früheren Kreisstadt Gerolzhofen und der 14 Kilometer entfernten Kreisstadt Schweinfurt. Fährt der Besucher von Gerolzhofen in Richtung Sulzheim, so fällt sofort das Augenmerk auf das Schloss, das in Verbindung mit der Abtei Ebrach gesehen werden muss.
Wirtschaftlich bedeutend ist das Gipswerk, das zur Firmengruppe der Südharzer Gipswerke (SHG) gehört. Die beiden Werke Richtung Grettstadt und Richtung Donnersdorf bieten einer nicht geringen Anzahl von Personen einen Arbeitsplatz.
Ungefähr auf halbem Weg Richtung Grettstadt liegt das Naturschutzgebiet 'Sulzheimer Gipshügel'. Das etwa 8,3 Hektar große Gebiet ist ein Kleinod für Kenner der Pflanzen- und Tierwelt weit über die Grenzen Frankens, ja sogar Bayerns, hinaus.

Als Träger des Gesamtprojektes trat die Gemeinde Sulzheim, vertreten durch den damaligen 1. Bürgermeister Michael Geck  auf. Die Gemeinde Sulzheim ist an die Verwaltungsgemeinschaft Gerolzhofen angeschlossen.

Die Gemeinde liegt an der regionalen Entwicklungsachse zwischen Gerolzhofen und Schweinfurt an der B286. Das Radwegenetz verbindet die Gemeinde direkt mit Gerolzhofen sowie dem gesamten Schweinfurter Land.
Tagesausflügler, die anvisierte Zielgruppe des GIZ, können somit Sulzheim sowohl mit dem Auto als auch mit dem Fahrrad sehr gut erreichen.

Fachleute aus der Ämterverwaltung, der Industrie und den beratend beteiligten Vereinen bezeichnen das neu eingerichtete 'GIZ' als einzigartiges Projekt in der Region.
Aus Rückmeldungen von Besuchern geht hervor, dass auch das Führungspersonal durch eine gute Ausbildung und Fachwissen besticht.
Ein verantwortlicher Arbeitskreis, der sich vorwiegend aus den Mitgliedern der Projektgruppe zusammensetzt, hat die Betreuung des GIZ übernommen und regelt und überwacht die personelle Besetzung.