Energiekonzept Drucken




Die Region MainSteigerwald hat ein interkommunales Energiekonzept für zehn Gemeinden erstellt. Mit der Bearbeitung wurde ein externes Expertenteam - bestehend aus dem Institut für Energietechnik an der Ostbayerischen Technischen Hochschule Amberg-Weiden und der B.A.U.M. Consult GmbH aus München - beauftragt.

Im Rahmen der Erstellung des Energiekonzeptes wurde zunächst der energetische Ist-Zustand erhoben. Dazu wurde der Strom- und Wärmeverbrauch in allen kommunalen Liegenschaften und den Gebäuden beteiligter Unternehmen erfasst. Darauf aufbauend wurden Effizienzsteigerungs- und Energieeinsparpotentiale berechnet, um den Energieeinsatz zu minimieren. Im dritten Schritt wurde das Zubaupotential an Erneuerbaren Energien, mit dem Ziel der bilanziellen Vollversorgung, untersucht. Im Ergebnis wurde ein Maßnahmenkatalog erstellt, dessen konkrete und wirtschaftlich sinnvolle Projektvorschläge in den nächsten Jahren umgesetzt werden können

Die Datenerhebung (Bilanzjahr 2012) im Rahmen der Erstellung des Energiekonzeptes hat ergeben, dass in der Region (ohne Gemeinde Kolitzheim) pro Jahr ca. 86.400 MWh an Strom verbraucht werden, die bilanziell zu ca. 42 %, regenerativ erzeugt werden. Dieser hohe Anteil der regenerativen Stromerzeugung ist den installierten Photovoltaik-Anlagen sowie den Wasserkraftanlagen zuzuschreiben. Im Zuge der Potentialermittlung haben sich Möglichkeiten für den Ausbau der regenerativen Stromerzeugung vor allem in den Bereichen Windkraft und Biogas herauskristallisiert.

Zur Wärmeversorgung werden jährlich ca. 248.900 MWh an Endenergie verbraucht, von denen bereits ca. 21 % regenerativ bereitgestellt werden. Hohe Einsparpotentiale sind im Bereich der Wärmedämmung von privaten Haushalten möglich. Dort könnten in den nächsten 20 Jahren ca. 24 % des heutigen Wärmebedarfs eingespart werden. Durch die Effizienzsteigerung in Industriebetrieben könnte deren Wärmebedarf um ca. 30 % reduziert werden. Des Weiteren bietet die Wärmenutzung von bestehenden und zukünftig geplanten Biogasanlagen ein großes Potential um den Anteil der regenerativen Wärmeerzeugung weiter zu steigern.

Insgesamt ist die Region MainSteigerwald auf einem guten Weg in Sachen Klimaschutz. Dies zeigt sich vor allem im niedrigen CO2-Ausstoß von ca. 4,6 Tonnen pro Einwohner und Jahr. Zieht man den Deutschlandweiten CO2-Ausstoß als Referenzwert heran, beträgt dieser im Mittel ca. 6,5 Tonnen pro Einwohner und Jahr. Durch den Verkehr verursachte Emissionen sind von dieser Betrachtung ausgenommen.

Das Konzept wurde zu 75% durch das Amt für Ländliche Entwicklung Unterfranken gefördert.

Weitere Informationen gibt es in der Geschäftsstelle Main-Steigerwald.